Die Diskussion um eine mögliche Veröffentlichung des neuen Divinity-Spiels auf der kommenden Nintendo Switch 2 sorgt aktuell für Gesprächsstoff in der Gaming-Community. Während der belgische Entwickler Larian Studios mit Baldur’s Gate 3 einen der größten Rollenspielerfolge der letzten Jahre vorweisen kann, liegt der Fokus nun auf der traditionsreichen Divinity-Reihe. Die Frage, ob das neueste Kapitel dieser Serie auch auf Nintendos nächster Konsole erscheinen wird, beschäftigt viele Fans – und die jüngsten Aussagen des Studios lassen Hoffnung aufkommen.
Konkret wurde das Thema während eines Reddit-AMA (Ask Me Anything) angesprochen, bei dem das Larian-Team direkt von Nutzern auf eine Switch 2-Version angesprochen wurde. Bert van Semmertier, technischer Direktor bei Larian, antwortete darauf überraschend offen. „Wir lieben die Plattform“, betonte er und ergänzte, dass das Studio bei der Entwicklung „selbstverständlich auch die Switch 2 im Hinterkopf behalten“ werde. Das Entwicklerteam hatte bereits im vergangenen Jahr Divinity: Original Sin 2 auf die Nintendo Switch gebracht und zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden (Eurogamer).
Baldur’s Gate 3 bleibt außen vor – Divinity als Hoffnungsträger
Während Larian bezüglich Divinity vorsichtig optimistisch klingt, sieht es für Baldur’s Gate 3 auf der Switch 2 düster aus. Swen Vincke, Studiochef und kreativer Kopf hinter Larian, sagte im AMA, das Team hätte „sehr gerne eine Portierung gesehen“, betonte aber, dass es „nicht unsere Entscheidung“ gewesen sei. Weiter ins Detail ging er nicht, doch Branchenkenner sehen die schwierige Beziehung zwischen Larian und den Rechteinhabern von Baldur’s Gate als möglichen Grund für das Ausbleiben einer Switch-Umsetzung (Nintendo Everything).
Anders gestaltet sich die Ausgangslage bei der hauseigenen Divinity-Reihe. Der neueste Teil wurde im Dezember des Vorjahres bei den Game Awards angekündigt. Noch gibt es kaum Informationen zum Inhalt oder Erscheinungsdatum, doch die Entwickler betonen ihre Begeisterung für Nintendos Hardware. Erst kürzlich erschien eine neue Switch-Edition von Divinity: Original Sin 2 – für viele ein Zeichen, dass eine Switch 2-Version des neuen Spiels durchaus realistisch ist.
Auch die Portabilität steht im Fokus der Fans. Im AMA äußerte sich Bert van Semmertier ebenso positiv über den Steam Deck, auf dem Baldur’s Gate 3 zu den meistgespielten Titeln zählt. Larian wolle sich bemühen, auch den neuen Divinity-Teil auf dieser Plattform verfügbar zu machen (Eurogamer). Die Begeisterung für portable Spielerfahrungen zieht sich damit wie ein roter Faden durch die aktuelle Kommunikation des Studios.
Generative KI und Rückmeldungen der Community
Abseits der Plattformdiskussionen sorgte Larian jüngst auch durch den Einsatz von generativer KI für Aufsehen. Nach der Ankündigung, künstliche Intelligenz unter anderem für Konzeptentwürfe und Platzhaltertexte zu nutzen, hagelte es Kritik aus der Community. Swen Vincke reagierte unmittelbar: „Heilige **** Leute, wir ersetzen keine Konzeptkünstler durch KI“, stellte er klar. Im Nachgang an die Diskussion kündigte das Studio an, seine Haltung zur Nutzung von generativer KI überdenken zu wollen. Dieses offene Ohr für das Feedback der Fans kam auch im aktuellen AMA zum Ausdruck.
Fazit: Vorsichtiger Optimismus für Switch 2-Fans
Für Nintendo-Fans bringt der Jahresauftakt 2026 Licht und Schatten. Während Baldur’s Gate 3 wohl nicht auf Nintendos neuer Konsole erscheinen wird, steht das Tor für Divinity noch weit offen. Die offiziellen Aussagen von Larian zeigen, dass das Studio die Switch 2 ernsthaft in Betracht zieht und ihre bisherigen positiven Erfahrungen mit der Plattform fortsetzen möchte. Bis zu einer endgültigen Ankündigung bleibt es spannend, doch die Zeichen für einen Divinity-Release auf Switch 2 stehen aktuell durchaus günstig.
Wie sich Larian letztlich entscheidet, bleibt abzuwarten. Die Community verfolgt die Entwicklung jedenfalls mit großem Interesse – und darf nach den jüngsten Aussagen zumindest vorsichtig optimistisch sein. Wer den aktuellen Stand selbst nachlesen möchte, findet die wichtigsten Originalaussagen unter Eurogamer und Nintendo Everything.