GTA 6: Entwickler-Entlassungen bei Rockstar Games nach anhaltenden Leaks

Rockstar Games steht kurz vor der Veröffentlichung eines der meist erwarteten Videospiele des Jahrzehnts. Doch in den letzten Monaten war der Entwickler nicht nur wegen „Grand Theft Auto 6“ (GTA 6) in den Schlagzeilen, sondern auch wegen massiver Sicherheitsprobleme und interner Konflikte. Mehrere illegale Leaks rund um das neue Spiel haben das Unternehmen hart getroffen – und inzwischen zu zahlreichen Entwickler-Entlassungen geführt.

Am 14. Januar 2026 wurde bekannt, dass Rockstar weitere drei Entwickler entlassen hat, nachdem sie beschuldigt wurden, Projekt-Details zu GTA 6 an die Öffentlichkeit gebracht zu haben. Die Entlassungen wurden in Gerichtsunterlagen bekannt, die aktuell Teil eines Rechtsstreits zwischen Rockstar Games und der Independent Workers Union of Great Britain (IWGB) sind. Der Fall beschäftigt derzeit das Arbeitsgericht in Glasgow, da der Gewerkschaft zufolge mehr als 30 Entwickler bereits im November 2025 von ihrem Arbeitgeber entlassen wurden. Dabei stand der Vorwurf der „groben Pflichtverletzung“ im Raum – konkret ging es um das Veröffentlichen streng vertraulicher Informationen auf einem Union-Discord-Server, unter anderem zu Inhalten des geplanten GTA 6 Online-Modus (GamesHub).

Reaktionen von Entwicklerstudio und Gewerkschaft

Die Reaktion von Rockstar Games auf die Entwicklungen ist eindeutig: „Wir bedauern, dass wir in eine Position gebracht wurden, in der Entlassungen notwendig waren, aber wir stehen zu unserer Vorgehensweise“, heißt es in einem Statement des Unternehmens. Ein Sprecher ergänzte, dass es dabei nicht um „Union Busting“ gehe, also das absichtliche Zerschlagen von Gewerkschaften. Vielmehr betont Rockstar seit Monaten, dass das Unternehmen keinerlei Toleranz für Leaks habe. In der Tat hat das Studio bereits drei bestätigte Leaks zu GTA 6 eingeräumt (TweakTown).

Für die entlassenen Entwickler und die Gewerkschaft IWGB ist das ein schwerer Schlag. In einer Anhörung am 12. Januar 2026 lehnte Arbeitsrichterin Frances Eccles einen Antrag auf Lohnnachzahlung und Wiedereinstellung der Betroffenen bis zur Klärung des Hauptverfahrens ab. Besonders hart trifft die Entscheidung ausländische Entwickler, deren Visa nun gefährdet sind. Die Gewerkschaft bleibt dennoch zuversichtlich und erklärt: „Wir sind überzeugt von der Stärke unseres Falls und glauben weiterhin, dass Rockstar das Gesetz gebrochen hat, als 31 unserer Mitglieder fristlos entlassen wurden.“

Hintergrund: Die Bedeutung der Leaks für GTA 6 und die Community

Die Leaks rund um GTA 6 haben seit Monaten für Unruhe in der Gaming-Community gesorgt. Bereits im Oktober 2023 tauchten durch ein Reddit-Leak erste Details zum neuen Spiel auf. Unter anderem wurde behauptet, eine beliebte Mechanik aus „Red Dead Redemption 2“ – das sogenannte „Dead Eye“-System, das das Gameplay verlangsamt und Ziele hervorhebt – werde in angepasster Form in GTA 6 zurückkehren. Später wurden auch Namen möglicher Hauptfiguren sowie erste Missionsdetails bekannt. Nach Veröffentlichung der Leaks wurden mehrere Mitarbeiter entlassen, was in Fan-Kreisen als Bestätigung für die Echtheit der Informationen gewertet wurde (VICE).

Hinzu kommen neue Kontroversen rund um den Umgang mit bestimmten Begriffen innerhalb des Spiels. So wurde kürzlich bekannt, dass Rockstar den Begriff „Charlie Kirk“ aus einer Feature-Liste verbannt hat. Dies geschah, nachdem ein besonders umstrittenes Missions-Design für Aufregung gesorgt hatte (Indy100).

Ausblick: Wie geht es weiter mit Rockstar und GTA 6?

Die anhaltenden Leaks und die harten Reaktionen des Studios werfen ein Schlaglicht auf die angespannte Atmosphäre bei Rockstar Games. Für viele Beobachter ist die Situation beispielhaft für den steigenden Druck in der Spielebranche, große Projekte vor Veröffentlichung vorab zu schützen. Gleichzeitig wächst bei den Fans die Ungeduld: Immer wieder tauchen neue Details zu Inhalt, Mechanik und Story von GTA 6 auf, während der offizielle Release weiterhin auf sich warten lässt.

Für Rockstar Games steht in den kommenden Monaten nicht nur die rechtliche Aufarbeitung der Entlassungen, sondern auch die Kontrolle weiterer Leaks im Vordergrund. Die Frage, ob und wann das Spiel tatsächlich erscheint, bleibt weiterhin unbeantwortet. Eines ist jedoch klar: Die Erwartungen und das öffentliche Interesse rund um GTA 6 sind so hoch wie nie zuvor – und damit auch die Herausforderungen für das Entwicklerteam.

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