Judd Trump siegt souverän gegen Shaun Murphy im Finale der German Masters 2026

Am 1. Februar 2026 stand das Tempodrom in Berlin ganz im Zeichen des Snooker-Sports. Judd Trump, Weltranglistenerster und dreifacher German Masters-Gewinner, traf im mit Spannung erwarteten Finale auf Shaun Murphy. Die beiden Ausnahmespieler lieferten sich ein Duell über 19 Frames, doch am Ende ließ Trump keinen Zweifel an seiner aktuellen Form: Mit einem klaren 10:4 holte er sich den Titel und damit auch das Preisgeld von 100.000 Pfund.

Trump führte von Beginn an und gab die Kontrolle über das Match nie ab. Schon der Auftakt mit einer ruhigen 101er-Serie setzte das erste Ausrufezeichen und unterstrich die Entschlossenheit des Briten. Murphy, der auf dem Weg ins Endspiel unter anderem Neil Robertson und Kyren Wilson nahezu mühelos bezwungen hatte, geriet früh in Rückstand. Zwar gelang es ihm, nach einem 0:2 zunächst auszugleichen, doch Trump konterte umgehend und setzte sich mit einer Serie von Frames ab. Auch in entscheidenden Phasen blieb der Favorit ruhig und nutzte die Fehler seines Gegners konsequent aus.

Der letzte Frame spiegelte die Dynamik des Finals wider: Murphy verpasste eine schwierige Chance und ermöglichte Trump so, die Partie endgültig für sich zu entscheiden. Nachdem Murphy ein weiteres Mal mit einem Foul sechs Punkte abgab, platzierte Trump eine schwierige Pinke und beendete damit das Match und seine 14-monatige Durststrecke ohne Ranglistentitel. Der Schlussapplaus der Berliner Zuschauer war dem neuen Champion sicher. (Daily Express)

Emotionen rund um das Brandon Parker Trophy

Für Murphy hatte das diesjährige Finale eine besondere Bedeutung. Das Sieger-Trophäe ist nach Brandon Parker benannt, Murphys verstorbenem Freund und Manager, der 2020 an Krebs starb. Parker hatte das Turnier in Berlin maßgeblich mitgestaltet, bevor ihm die Trophäe posthum gewidmet wurde. Im Vorfeld des Endspiels äußerte Murphy seine emotionale Verbundenheit: „Ich werde emotional, wenn ich an Brandon denke. Es wäre wunderbar, die Brandon-Parker-Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Das würde mir wahrscheinlich mehr bedeuten als jedem anderen Profi auf der Tour“, erklärte Murphy nach seinem souveränen Halbfinalsieg gegen Neil Robertson (BBC).

Sein Weg ins Finale war beeindruckend. Nach einem Eröffnungsbreak von 122 Punkten und weiteren Century Breaks von 129 und 125 im Halbfinale unterstrich Murphy, dass er in Topform angereist war. Das Endspiel gegen Trump am Sonntag war seine zweite Finalteilnahme in Berlin, nachdem er 2015 gegen Mark Selby unterlegen war.

Ein Blick auf die Bedeutung des Turniers

Die German Masters haben sich im internationalen Snooker-Kalender als eines der wichtigsten Turniere außerhalb Großbritanniens etabliert. Für Trump war es der erste Sieg bei einem Ranglistenturnier seit dem Gewinn der UK Championship im Jahr 2024 und ein Meilenstein auf dem Weg in die entscheidende Phase der Saison. Das Preisgeld und die prestigeträchtige Trophäe unterstreichen die Bedeutung des Events, das alljährlich zahlreiche Top-Spieler nach Berlin lockt.

Im Laufe des Finales wurde deutlich, wie sehr sich die beiden Kontrahenten auf ihre Breakbuilding-Fähigkeiten verlassen können. Doch letztlich machte Trumps Konstanz und Cleverness im taktischen Spiel den Unterschied. Murphy würdigte im Anschluss nicht nur die Atmosphäre im Tempodrom, sondern auch die Unterstützung der deutschen Fans: „Ihr habt von Anfang bis Ende fantastisch angefeuert. Es war eine großartige Woche, auch wenn das Finale natürlich nicht zu meinen Gunsten lief. Ich komme nächstes Jahr bestimmt wieder“, so Murphy.

Fazit und Ausblick

Mit seinem Triumph in Berlin beendet Judd Trump eine längere Titelpause und setzt ein klares Ausrufezeichen im laufenden Snooker-Jahr. Für Murphy bleibt die Hoffnung, im nächsten Anlauf den begehrten Pokal nach Hause zu bringen und damit seinem verstorbenen Freund ein Denkmal zu setzen. Die German Masters haben einmal mehr gezeigt, warum sie einen festen Platz auf der Snooker-Bühne verdienen – und 2027 werden die besten Spieler der Welt erneut nach Berlin zurückkehren, um um den Brandon Parker Trophy zu kämpfen.

Weitere Informationen zum Verlauf des Finales und den Turnierhintergründen finden Sie auf der Webseite der World Snooker Tour.

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