FRITZ!OS 8.20: Großes Firmware-Update für FritzBox-Router offiziell gestartet

Update bringt über 40 neue Funktionen und Verbesserungen

FRITZ!OS 8.20 ist da – und bringt für viele Nutzerinnen und Nutzer von FritzBox-Routern zahlreiche Neuerungen. Seit mehreren Monaten läuft die offizielle Verteilung der neuen Firmware, die laut Angaben des Berliner Herstellers AVM über 40 neue Funktionen und Verbesserungen umfasst. Zunächst wurde das Update für die Fritz!Box 7590 bereitgestellt, weitere Modelle folgten in den Wochen danach.

Im Mittelpunkt stehen Optimierungen für das Smart Home, ein noch übersichtlicheres Netzwerkmanagement und neue Energiesparoptionen. Besonders Anwender, die ihr Heimnetzwerk effizient verwalten oder die FritzBox als Zentrale für smarte Geräte nutzen, profitieren vom Update. Die Installation erfolgt entweder automatisch – sofern die Auto-Update-Funktion aktiviert ist – oder manuell über das Menü „System“ im FritzBox-Benutzerinterface.

Intelligentere Mesh-WLANs, verbesserte Kindersicherung und neue Sicherheitsfunktionen

Eine der auffälligsten Neuerungen von FRITZ!OS 8.20 betrifft das Mesh-WLAN. Die Integration und Verwaltung von Mesh-Repeatern wird spürbar vereinfacht. Mehrere Repeater können jetzt gleichzeitig für den Mesh-Betrieb aktiviert werden, ohne dass das Passwort für die FritzBox erneut eingegeben werden muss. Außerdem sind zahlreiche Optimierungen eingeflossen, um die Leistung und Stabilität aller WLAN-Verbindungen zu verbessern.

Auch der Bereich Kindersicherung wurde überarbeitet und erweitert. Die Benutzeroberfläche zeigt jetzt alle Zugriffsprofile und zugeordnete Geräte auf einen Blick. Zeit-Tickets für die Internetnutzung sind schneller auffindbar, und die Anzahl der verfügbaren Tickets wurde von 10 auf 12 erhöht. Das macht die Verwaltung der Onlinezeiten für Familienmitglieder komfortabler und transparenter (FRITZ! Pressemitteilung).

Im Bereich der Netzwerksicherheit wurde mit FRITZ! Failsafe ein neues Fallback-System eingeführt. Sollte die Internetverbindung über DSL, Kabel oder Glasfaser ausfallen, kann die FritzBox automatisch auf einen alternativen Internetzugang umschalten. Möglich wird das durch die Einbindung von Ersatzgeräten wie einem USB-Mobilfunkstick, einem Smartphone im Tethering-Modus oder einer weiteren FritzBox als Modem. Das erhöht die Ausfallsicherheit erheblich und ist vor allem für Nutzer wichtig, die auf eine stabile Verbindung angewiesen sind – etwa für Homeoffice oder digitale Geschäftsmodelle.

Vielfältige Verbesserungen für smarte Energie, NAS und Netzwerktransparenz

Im Smart-Home-Bereich kann die FritzBox mit FRITZ!OS 8.20 jetzt auch Daten von digitalen Stromzählern auslesen, beispielsweise für Balkonkraftwerke. Diese werden in der Energieanzeige unter „Smart Home > Geräte und Gruppen“ dargestellt. Die Integration neuer Smart-Home-Komponenten ist flexibler gestaltet und auch die Steuerung von Heizkörperreglern und Beleuchtung wurde erweitert.

Nutzer des FritzNAS profitieren von der neuen Upload-Sharing-Funktion: Nun können Ordner per Link geteilt werden, sodass Freunde oder Familie auch Dateien hochladen können – ohne dass spezielle Benutzerkonten mit Schreibberechtigung angelegt werden müssen.

Ein weiteres Detail-Upgrade erhielt die Online-Monitor-Anzeige der FritzBox. Ab sofort kann die Nutzung der letzten zwei Wochen für das Gesamtnetzwerk, einzelne Nutzer oder Geräte angezeigt werden. Damit lässt sich nachvollziehen, welche Geräte wie stark auf das Internet zugreifen und das Netzwerk beanspruchen. Die Auswahl und Darstellung der Daten ist zudem übersichtlicher geworden (FRITZ! Pressemitteilung).

Nicht zuletzt setzt AVM stärker auf Energiesparen. Mit „Energy Efficient Ethernet“ kann der Stromverbrauch der FritzBox gezielt gesenkt werden – etwa indem einzelne, nicht genutzte LAN-Ports deaktiviert werden.

Stabile Finalversion, Testläufe für die Zukunft

Mit der Veröffentlichung von FRITZ!OS 8.20 als stabile Version für mehrere FritzBox-Modelle verlässt die Firmware die Testphase, wie Basic Tutorials berichtet. Wer besonders neugierig ist und neue Funktionen frühzeitig testen möchte, kann sich am offenen Betaprogramm beteiligen – derzeit läuft mit FRITZ!OS 8.24 ein neues Labor-Update für weitere Modelle, das vor allem an Verbesserungen bei Stabilität, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit arbeitet (Basic Tutorials).

Für alle anderen gilt die Empfehlung, die aktuelle Firmware-Version regelmäßig zu prüfen und zu installieren, um die eigenen Geräte optimal abzusichern.

Ausblick: Kontinuierliche Weiterentwicklungen im FRITZ!Ökosystem

Mit FRITZ!OS 8.20 erhält das Heimnetzwerk vieler Anwender einen deutlichen Schub an Funktionsvielfalt, Effizienz und Sicherheit. Die konsequente Weiterentwicklung von Features wie Mesh-WLAN, Smart Home und Netzwerksicherheit zeigt, dass AVM seine Routerplattform laufend an neue Nutzeranforderungen anpasst. Künftige Updates, darunter die bereits im Test befindlichen FRITZ!OS 8.24-Versionen, werden das Ökosystem weiter ausbauen. Wer bereits heute von den Neuerungen profitieren möchte, sollte prüfen, ob das Update für das eigene Modell bereitsteht – und so das Maximum aus seiner FritzBox herausholen.

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