Starker Wille gegen europäische Konkurrenz
Die Eisbären Berlin stehen seit Jahren für Spitzen-Eishockey in Deutschland. Als amtierender Deutscher Meister in der DEL ist der Club regelmäßig auch auf internationalem Parkett vertreten. Besonders die Champions Hockey League (CHL) forderte die Mannschaft zuletzt heraus. Am fünften Spieltag der Gruppenphase empfing das Team aus der Hauptstadt das schwedische Topteam Frölunda Göteborg. Die Schweden reisten als Favoriten an, doch die Berliner präsentierten sich leidenschaftlich und verlangten dem Gegner alles ab.
Das Match begann mit hohem Tempo, wenig Unterbrechungen und ersten Chancen für Frölunda. Ein Treffer von Erik Thorell wurde nach Videobeweis zunächst aberkannt, und auch Jacob Peterson scheiterte aus kurzer Distanz. Berlin arbeitete sich nach und nach ins Spiel, doch das erste Drittel endete torlos. Im zweiten Spielabschnitt ließ Frölunda dann seine Klasse aufblitzen: Thorell brachte die Gäste mit einem Schuss durch die Schoner des Berliner Keepers in Führung. Kurz darauf erhöhte Henrik Tömmernes mit einem platzierten Schuss aus dem Slot, bevor Peterson auf 3:0 stellte. Die Eisbären gaben sich nicht auf und kamen durch Leonhard Pföderl zum Anschlusstreffer. Im Schlussdrittel zeigten die Schweden jedoch erneut ihre Erfahrung. Erik Thorell traf zum zweiten Mal und besiegelte den verdienten 4:1-Erfolg für Frölunda, die damit den Einzug ins Achtelfinale sicherten. Das Berliner Team blieb zwar ohne Punkte, präsentierte sich aber vor heimischer Kulisse mit großem Einsatz (Champions Hockey League).
Wechselnde Form in der DEL
Parallel zum europäischen Wettbewerb läuft für die Eisbären Berlin in der DEL eine weitere anspruchsvolle Saison. Am 13. Spieltag kam es zum Aufeinandertreffen mit EHC Red Bull München, einem weiteren Spitzenteam der Liga. Die Partie begann mit einem ausgeglichenen Duell beider Mannschaften, wobei die Defensivreihen zunächst dominierten. In der Folge setzten sich die Münchner durch und sicherten sich den Sieg gegen die Berliner. Trotz einer kämpferischen Vorstellung der Eisbären reichte es nicht für Punkte im Auswärtsspiel. Diese Begegnung zeigt, wie eng die Spitze der DEL beieinander liegt und wie schmal manchmal der Grat zwischen Sieg und Niederlage ist (EHC Red Bull München).
Historie, Rivalen und Ausblick
Die Eisbären Berlin gehören zu den traditionsreichen Clubs im deutschen Eishockey. Ihre Geschichte ist geprägt von zahlreichen Meisterschaften, leidenschaftlichen Fans und regelmäßigen Teilnahmen an internationalen Wettbewerben. Die letzten Monate zeigten einmal mehr, wie schwierig es für deutsche Teams ist, sich in der Champions Hockey League gegen die finanzstarken Clubs aus Schweden oder der Schweiz zu behaupten. Dennoch bleibt die Mannschaft aus der Hauptstadt ambitioniert.
Der Name „Eisbären“ ist im deutschen Sport keine Seltenheit. Auch im Basketball gibt es mit den Eisbären Bremerhaven ein Profiteam, das in der Pro A aktiv ist. Heimspiele finden in der Stadthalle Bremerhaven statt und bieten regelmäßig spannende Duelle für die Fans (Bremerhaven.de). Im Eishockey wiederum sind die „Eisbären“ aus Zeller ein Begriff in Österreich. Jüngst musste EK Die Zeller Eisbären eine klare 1:5-Niederlage gegen die Red Bull Hockey Juniors aus Salzburg hinnehmen.
Doch zurück zu den Eisbären Berlin: Auch wenn der erhoffte internationale Durchbruch in dieser Saison noch ausblieb, unterstrich das Team im Duell mit Frölunda, dass Berliner Eishockey für Leidenschaft und Kampfgeist steht. Die Saison ist noch lang und die Playoffs im Blick. Mit dem Rückhalt der Fans und einer eingespielten Mannschaft bleibt das Ziel, sich national wie international weiter zu behaupten.
Fazit
Die letzten Monate waren für die Eisbären Berlin geprägt von spannenden Herausforderungen auf nationaler und internationaler Bühne. Die knappen Niederlagen gegen Teams wie Frölunda Göteborg oder Red Bull München zeigen, wie hoch das Niveau im modernen Eishockey ist. Trotzdem hat die Mannschaft einmal mehr Charakter bewiesen und bleibt ein Aushängeschild des deutschen Eishockeysports. Fans und Experten dürfen gespannt sein, wie sich das Team im weiteren Verlauf der Saison präsentieren wird.