Apple HomeKit: Zwangs-Update für Nutzer – Was jetzt zu beachten ist

Apple-Nutzer, die ihr Zuhause mit HomeKit steuern, stehen aktuell vor einer wichtigen Entscheidung. Seit dem 10. Februar 2026 ist die Unterstützung für die ursprüngliche HomeKit-Architektur offiziell ausgelaufen. Wer bis zu diesem Stichtag kein Update auf die neue Apple Home-Architektur vorgenommen hat, läuft Gefahr, den Zugriff auf vernetzte Geräte in der Home-App zu verlieren. Apple hatte diesen Schritt bereits mehrfach angekündigt und zuletzt wieder verschoben. Nun folgt also endgültig die Abschaltung der alten Plattform, die seit 2022 parallel zur neuen Architektur betrieben wurde.

Mit dem Update von iOS 16.2 hatte Apple erstmals eine grundlegend überarbeitete Home-App eingeführt. Ziel war es, die Zuverlässigkeit zu erhöhen, insbesondere im Zuge der Einführung des offenen Matter-Standards für Smart-Home-Geräte. Damals blieben die Nutzer zunächst frei in ihrer Entscheidung, ob sie die Migration zum neuen System vornehmen möchten. Doch diese Freiheit hat seit dem Wochenende ein Ende: Wer weiterhin Smart-Home-Geräte mit dem iPhone, iPad, Mac oder der Apple Watch steuern möchte, muss das Update durchgeführt haben. 9to5Mac berichtete zuletzt, dass Apple seine Nutzer in den vergangenen Wochen gezielt per E-Mail vor dem Ablauf der Frist gewarnt hat.

Was ändert sich für HomeKit-Nutzer konkret?

Der wohl auffälligste Einschnitt betrifft die Rolle des iPads als Home Hub. Während das Tablet bislang als Steuerzentrale für Automationen und die Fernsteuerung von Geräten diente, entfällt diese Möglichkeit in der neuen Architektur. Stattdessen setzt Apple ausschließlich auf HomePod oder Apple TV als Hubs. Auch die Systemvoraussetzungen steigen: Mindestens iOS 16.2 (bzw. macOS 13.1 oder watchOS 9.2) sind erforderlich, damit alle verbundenen Geräte weiterhin reibungslos funktionieren.

Die neue Apple Home-Architektur, die mit iOS 16.4 ihren endgültigen Rollout erhielt, basiert laut Apple auf einem komplett überarbeiteten Fundament. Sie soll für mehr Zuverlässigkeit, Performance und eine bessere Integration neuer Technologien sorgen. Im Zentrum steht dabei die Unterstützung von Matter – ein Standard, den Apple maßgeblich mitentwickelt hat und der eine größere Kompatibilität zwischen Geräten verschiedener Hersteller verspricht. Der Schritt weg vom alten System war also absehbar, doch für viele Nutzer, vor allem für diejenigen, die ihr iPad weiterhin als Steuerzentrale nutzen, bringt die Umstellung konkrete Änderungen im Alltag mit sich.

Für die Aktualisierung genügt ein Gang in die Einstellungen der Home-App. Apple informiert dort über die einzelnen Schritte des Migrationsprozesses. Nach dem 10. Februar sollen Nutzer laut The Verge automatisch auf die neue Architektur umgestellt werden, sofern das Update bis dahin nicht manuell durchgeführt wurde.

Hintergrund und Ausblick: Warum Apple diesen Schritt geht

Apples Entscheidung, die alte HomeKit-Architektur endgültig einzustellen, greift auf Entwicklungen zurück, die bereits im Herbst 2022 begannen. Mit der Einführung von Matter als neuem Industriestandard für Smart-Home-Produkte mussten grundlegende Strukturen im System angepasst werden. Zur Sicherstellung, dass alle Nutzer ein möglichst stabiles und sicheres Erlebnis haben, zieht Apple nun die Konsequenz und schaltet die Alt-Technik ab.

Ursprünglich war das Ende der alten Architektur bereits für Herbst 2025 geplant. Apple verschob diesen Termin jedoch mehrmals, zuletzt auf Februar 2026, um Nutzern mehr Zeit für die Umstellung einzuräumen. Bis zuletzt war das Upgrade also optional, doch nun endet diese Übergangsphase. Wer auf die neue Home-Architektur wechselt, profitiert laut Apple von einer höheren Zuverlässigkeit und einer breiteren Geräteunterstützung. Entsprechende Hinweise finden sich beispielsweise auf Macworld.

Für Nutzer der Plattform bedeutet das vor allem eines: Der Smart-Home-Alltag bleibt nur dann ohne Unterbrechungen, wenn alle Systeme auf dem aktuellen Stand sind. Wer noch ältere Geräte nutzt, sollte prüfen, ob diese mit der neuen Architektur kompatibel sind. Besonders bei sicherheitsrelevanten Komponenten wie Türschlössern oder Alarmsystemen, wie etwa bei den Smart-Locks von Yale oder Abode, ist das entscheidend.

Fazit: Ein notwendiger Schritt für die Zukunft des Smart Home

Mit der Abschaltung der alten HomeKit-Architektur zieht Apple einen Schlussstrich unter eine Ära. Für manche Nutzer mag der Zwang zum Update mit Aufwand verbunden sein, doch angesichts der rasanten technischen Entwicklung erscheint der Schritt nachvollziehbar. Matter und die moderne Apple Home-Architektur versprechen mehr Zuverlässigkeit und Flexibilität, was letztlich allen Beteiligten zugutekommt.

Auch wenn der Übergang für einige Nutzer holprig verlaufen sein mag, ist klar: Wer sein Smart Home weiterhin nahtlos über Apple steuern möchte, kommt um das Update nicht herum. Die kommenden Monate werden zeigen, wie gut der Wechsel in der Breite gelingt – und wie Apple das eigene Smart-Home-Ökosystem in Zukunft weiter entwickelt.

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