Apple präsentiert das MacBook Neo: Ein günstiges Notebook mit iPhone 16 Pro Chip

Neues MacBook Neo setzt auf den A18 Pro Chip aus dem iPhone 16 Pro

Am 4. März 2026 hat Apple mit der Vorstellung des MacBook Neo für Aufsehen gesorgt. Das neue Modell fällt vor allem durch seinen ungewöhnlich niedrigen Einstiegspreis von 599 US-Dollar auf. Damit ist es das bislang günstigste MacBook des Unternehmens. Doch nicht nur der Preis zieht die Blicke auf sich: Erstmals verbaut Apple in einem MacBook einen A-Series Chip, der bislang nur in iPhones eingesetzt wurde – konkret den A18 Pro aus dem iPhone 16 Pro.

Bislang hatte Apple günstige Computer-Optionen wie das Einsteiger-MacBook Air oder den kompakten Mac Mini im Angebot. Das MacBook Neo hebt die Preisgestaltung allerdings auf ein neues Niveau und richtet sich damit an preisbewusste Nutzer, insbesondere Studierende und Familien. Das Gerät besteht aus recyceltem Aluminium und ist in vier Farben erhältlich: Blush (Pink), Indigo (Navyblau), Citrus (Gelb) und Silber, jeweils mit farblich abgestimmter Tastatur und Trackpad.

Design, Ausstattung und technische Daten

Das MacBook Neo ist mit einem 13-Zoll-Liquid Retina Display ausgestattet, das eine maximale Helligkeit von 500 Nits und eine Auflösung von 2408 x 1506 Pixeln liefert – das entspricht 219 Pixel pro Zoll. Der Bildschirm unterstützt einen Farbumfang von einer Milliarde Farben sowie den sRGB-Farbraum. Die Bauweise ähnelt anderen aktuellen Apple-Laptops: Das Gerät ist 1,27 Zentimeter dünn und wiegt 1,23 Kilogramm.

Zur weiteren Ausstattung gehören das Magic Keyboard, ein großes Multi-Touch-Trackpad sowie eine optionale Touch-ID-Funktion. Für Videoanrufe ist eine 1080p FaceTime HD Kamera integriert. Dual-Mikrofone und seitlich angebrachte Lautsprecher sorgen für solide Audioqualität.

In Sachen Anschlüsse bleibt das Notebook minimalistisch: Es gibt lediglich zwei USB-C-Ports, von denen einer USB 3 (bis zu 10 Gb/s, unterstützt Laden und DisplayPort) und der andere USB 2 (bis zu 480 Mb/s) unterstützt. Thunderbolt wird nicht angeboten. Zudem ist ein 3,5mm-Kopfhöreranschluss vorhanden. Externe Monitore können mit bis zu 4K bei 60Hz angesteuert werden. Das ist im Vergleich zu anderen MacBooks eine Einschränkung, die gerade für Fotografen oder professionelle Anwender beachtet werden sollte. Die Speicheroptionen beginnen bei 256 GB und reichen bis 512 GB, jeweils mit 8 GB RAM.

Das Herzstück des MacBook Neo ist der A18 Pro Chip, der 2024 erstmals im iPhone 16 Pro eingeführt wurde. Er verfügt über eine Sechs-Kern-CPU (zwei Performance-Kerne, vier Effizienz-Kerne), eine Fünf-Kern-GPU, hardwarebeschleunigtes Raytracing und eine 16-Kern-Neural Engine. Die Speicherbandbreite beträgt 60 GB/s. Laut Apple ist das Gerät „bis zu 50 Prozent schneller bei alltäglichen Aufgaben wie Surfen im Web und bis zu dreimal schneller bei KI-Anwendungen auf dem Gerät als der meistverkaufte PC mit dem neuesten Intel Core Ultra 5“ (PetaPixel).

Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 16 Stunden an, gemessen bei typischer Nutzung wie Surfen und Videostreaming bei halber Displayhelligkeit. Wie bei Apple üblich, dürften sich diese Angaben an der Praxis orientieren.

Ein mutiger Schritt in eine neue Richtung

Mit dem MacBook Neo wagt Apple erstmals den Schritt, einen für Smartphones entwickelten Chip in einem Laptop einzusetzen. Das Unternehmen verspricht, dass der A18 Pro auch auf dem Mac „durch alltägliche Aufgaben fliegt“, darunter das Bearbeiten von Fotos, das Ausprobieren kreativer Hobbys sowie den Einsatz von KI-Funktionen in verschiedenen Apps. Dennoch bleiben einige Fragen offen, etwa wie sich das Gerät bei aufwendigeren Aufgaben wie Foto- und Videobearbeitung schlägt und ob die Anschluss- und Speicherausstattung für professionelle Nutzer ausreicht.

Die Einstiegsversion des MacBook Neo ist für 599 US-Dollar erhältlich und enthält eine Standard-Tastatur ohne Touch ID sowie ein 256 GB SSD. Die höherwertige Ausführung bietet Touch ID und 512 GB Speicher. Beide Varianten verfügen über denselben A18 Pro Chip, 8 GB RAM und identische Anschlüsse. Im Bildungsbereich wird das Notebook jeweils 100 US-Dollar günstiger angeboten.

„Wir sind unglaublich stolz, das MacBook Neo vorzustellen, das die Magie des Mac zu einem bahnbrechenden Preis bietet“, sagte John Ternus, Senior Vice President Hardware Engineering bei Apple. Für viele Nutzer könnten der günstige Einstiegspreis und die lange Akkulaufzeit entscheidende Argumente sein.

Ausblick

Das MacBook Neo ist ab sofort bestellbar, die Auslieferung startet am 11. März. Es bleibt abzuwarten, wie sich das günstige MacBook mit iPhone-Prozessor im Alltag schlägt und ob Apple damit neue Nutzergruppen für seine Laptops gewinnen kann. Klar ist: Mit dem MacBook Neo setzt Apple ein Signal für mehr Zugänglichkeit und bietet eine bunte, preisgünstige Alternative in seinem Portfolio. Detaillierte Eindrücke und Vergleiche mit anderen Geräten werden in den kommenden Wochen zeigen, wie sich der A18 Pro Chip auf dem Mac bewährt (PetaPixel).

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