Battlefield 6: Sinkende Spielerzahlen und die Hoffnungen auf Season 2

Für Battlefield 6 hätte der Start ins neue Jahr besser verlaufen können. Die Spielerzahlen sinken Woche für Woche, die Konkurrenz im Shooter-Genre nimmt spürbar zu und das Entwicklerteam steht unter Druck. Während Overwatch gerade auf Steam einen neuen Höchststand an aktiven Nutzern erreicht hat und auch Titel wie Arc Raiders und Deadlock Spieler anziehen, verliert Battlefield 6 kontinuierlich Nutzer – allein an Sonntagen, dem typischen Höchststand, sind es laut aktuellen Berichten etwa 10.000 weniger pro Woche.

Im Vergleich zu früheren Titeln der Reihe ist der Content-Nachschub bei Battlefield 6 zwar etwas schneller geworden, doch das reicht vielen langjährigen Fans nicht. Die Erwartungen an umfangreiche und thematisch starke Erweiterungen, wie sie zum Beispiel mit “They Shall Not Pass” in Battlefield 1 geliefert wurden, sind weiterhin präsent. Doch stattdessen setzt Battlefield 6 auf ein modernes Live-Service-Modell mit Battle Pass und saisonalen Inhalten – ein Ansatz, der für die Community nicht immer die erhoffte Tiefe bringt.

Season 2: Neue Inhalte und Verbesserungen

Mit Season 2, die am 17. Februar startet, will das Entwicklerteam rund um DICE und Ripple Effect Studios neuen Schwung ins Spiel bringen. Ein zentrales Highlight sind dabei die zwei neuen Multiplayer-Karten: “Contaminated” steht ab Season-Start bereit, eine weitere Karte sowie ein zeitlich begrenzter Modus sollen später folgen. Erste Eindrücke aus der Community sind laut MP1st durchaus positiv. Besonders das angepasste Layout, verbesserte Deckungsmöglichkeiten und das vertraute, aber dennoch neue Spielgefühl werden hervorgehoben.

Abseits der neuen Karten legt das Entwicklerteam einen Schwerpunkt auf technische Verbesserungen. Die Themen Hit Registration, Netcode, Rückstoßkontrolle, Sichtbarkeit, die Überarbeitung des Ping-Systems und Audio-Optimierungen (etwa bessere Schrittgeräusche) stehen ganz oben auf der Agenda. Erst sollen diese Neuerungen in Battlefield Labs getestet, danach schrittweise ins Hauptspiel übernommen werden. Konkrete Patchnotes will DICE noch vor dem Start der neuen Saison veröffentlichen.

Auch am Balancing wird gearbeitet: Spieler erhalten künftig beim Tod garantiert zwei Panzerplatten. Zusätzlich soll die Verfügbarkeit von Rüstung insgesamt steigen, indem in Klassenkisten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zusätzliche Platten spawnen. Ziel ist es, die Überlebensfähigkeit während der Matches zu verbessern. Im Bereich der Fahrzeuge wird die Zahl der verfügbaren Panzer stärker limitiert, um das Gameplay ausgeglichener zu gestalten – nach Erhalt eines Fahrzeug-Schlüssels folgt nun eine Abklingzeit, bevor ein weiterer verdient werden kann.

Für Fans des Battle Pass gibt es ebenfalls Änderungen. Die Fortschrittsrate wird erhöht, Herausforderungen werden überarbeitet, um das System transparenter und lohnender zu machen. Zudem wird es RedSec-Spielern, die das Spiel nicht besitzen, ermöglicht, endlich Fortschritte zu erzielen – ein häufig geäußerter Wunsch der Community, wie VG247 berichtet.

Die drängende Frage: Reichen diese Maßnahmen?

Trotz der geplanten Neuerungen bleibt die Frage, ob Season 2 die anhaltende Abwanderung der Spieler tatsächlich stoppen kann. Veteranen merken an, dass zwei neue Karten und ein verbesserter Battle Pass zwar für kurze Zeit Abwechslung bringen, aber nicht unbedingt langfristig binden. Besonders der Wunsch nach größeren, zusammenhängenden Erweiterungen und einer stärkeren Einbindung klassischer Battlefield-Elemente – wie etwa großen Fraktions- und Fahrzeug-Updates – bleibt unerfüllt. Der Rückblick auf frühere DLCs zeigt, dass viele Fans den Umfang und die Kreativität vergangener Inhalte vermissen.

Kritik gibt es auch am RedSec-Modus, der ursprünglich als Battle Royale mit eSports-Fokus gedacht war. Technische Schwierigkeiten und verschobene Turnierserien haben dazu geführt, dass beide geplanten Wettbewerbsreihen bislang nicht stattgefunden haben. Die Entwicklung des Modus liegt bei Ripple Effect Studios, was bedeutet, dass Ressourcen für das klassische Multiplayer-Erlebnis zum Teil fehlen. Viele Spieler wünschen sich, dass mehr Fokus auf den Kernmodus gelegt wird, statt auf Nebenmodi und kosmetische Inhalte. TheGamer fasst diese Stimmung treffend zusammen: Neue Karten sind zwar willkommen, aber bei der heutigen Vielfalt an Shootern reichen kleine Updates allein oft nicht mehr aus, um Spieler langfristig zu halten.

Fazit: Hoffnung auf den Wendepunkt

Battlefield 6 steht aktuell an einem entscheidenden Punkt. Der Verlust an Spielern ist nicht zu leugnen, und die Konkurrenz schläft nicht. Dennoch zeigen die geplanten Änderungen und Verbesserungen in Season 2, dass DICE und die beteiligten Studios das Feedback ernst nehmen. Ob die neuen Karten, das überarbeitete Progressionssystem und die technischen Optimierungen ausreichen, um die Community wieder zu begeistern, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Fans hoffen auf einen Aufschwung – und DICE hat die Chance, ihrem Klassiker neues Leben einzuhauchen.

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