Mit dem Rollout von iOS 26.2 hat Apple das letzte große System-Update für das iPhone im Jahr 2025 eingeleitet – und damit nach eigenen Angaben zahlreiche Verbesserungen unter der Haube vorgenommen. Während einige Nutzer begeistert auf neue Funktionen und optimierte Apps blicken, meldet sich in Foren und sozialen Netzwerken auch Skepsis: Ist iOS 26 tatsächlich der große Wurf, den sich viele gewünscht hatten?
Besonders im Fokus steht die Apple Podcasts-App. Hier hat Apple mit iOS 26.2 einige der meistgewünschten Funktionen nachgeliefert. Besonders die Einführung von Kapiteln – teils automatisch generiert, teils vom Podcaster selbst angelegt – wird als überfälliger Schritt gelobt. Apple hebt hervor, dass nun auch Bilder oder Kapitelbeschreibungen möglich sind, sofern der jeweilige Hosting-Anbieter das unterstützt. Hörerinnen und Hörer, die gezielt bestimmte Abschnitte wiederfinden oder mit Freunden teilen möchten, profitieren von dieser Aufwertung deutlich. Automatisch generierte Kapitel werden in der App zudem mit dem Label „Automatisch erstellt“ gekennzeichnet. Wer als Podcaster lieber weiterhin auf manuelle Kapitel setzt, kann die Funktion auf Wunsch deaktivieren. Damit zieht Apple mit Konkurrenten wie Spotify gleich, die ähnliche Möglichkeiten bereits in den Vorjahren eingeführt hatten (BGR).
Eine weitere Neuerung in Apple Podcasts sind die sogenannten „timed Links“. Diese bieten Hörerinnen und Hörern kontextbezogene Informationen, sobald in einer Episode etwa über ein Produkt, eine Serie oder ein Buch gesprochen wird. Aktuell müssen Podcaster die Zeitstempel noch selbst setzen; laut Apple wird aber bereits an einer automatischen Variante für englischsprachige Inhalte gearbeitet.
AirDrop-Erweiterung: Sicherheit beim Teilen über Codes
Nicht nur Podcasts, auch die AirDrop-Funktion wurde mit iOS 26.2 ausgebaut. Das Teilen von Fotos, Dateien und anderen Inhalten per AirDrop gehört zu den beliebtesten Features des iPhones. Das Problem bislang: Wer nicht im eigenen Kontaktbuch gespeichert war, musste entweder die Reichweite der AirDrop-Funktion riskant auf „Alle“ stellen oder umständlich einen neuen Kontakt anlegen.
Mit iOS 26.2 setzt Apple nun auf eine innovative Zwischenlösung. Neu ist das Feature „AirDrop Codes“. Sobald jemand eine Datei an einen nicht gespeicherten Kontakt senden möchte, erscheint beim Empfänger ein Zahlencode. Erst nachdem dieser eingegeben wurde, ist der Datenaustausch möglich – und das für die nächsten 30 Tage deutlich komfortabler: Beide Nutzer sehen sich nun unkompliziert als AirDrop-Partner, ohne erneut Codes oder Kontakte anlegen zu müssen. Die Verwaltung erfolgt zentral in den Einstellungen des iPhones. 9to5Mac beschreibt dieses neue System als schnellen, unkomplizierten Mittelweg zwischen Komfort und Sicherheit, der insbesondere bei gelegentlichen Kontakten praktisch ist.
Sicherheitslage und Nutzerstimmen: Update dringend empfohlen, aber Kritik bleibt
Abseits der Funktionsverbesserungen gibt es einen weiteren, gewichtigen Grund für das Update auf iOS 26.2: Die Sicherheit. Wie Malwarebytes berichtet, hat Apple bestätigt, dass Schwachstellen aktiv ausgenutzt werden. Volle Schutzmechanismen stehen allerdings nur Geräten mit iOS 26 oder neuer zur Verfügung. Die Empfehlung lautet daher klar: Nutzerinnen und Nutzer sollten ihre Geräte nicht nur aktualisieren, sondern auch regelmäßig neu starten, um aktuelle Sicherheitsupdates wirksam werden zu lassen.
Trotz dieser eindeutigen Empfehlung ist die Stimmung unter iPhone-Nutzerinnen und -Nutzern zwiegespalten. Wiederholt tauchen Stimmen auf, die von Problemen oder Enttäuschungen im Zusammenhang mit iOS 26 berichten. So titelt Macworld sogar, dass iOS 26 im vergangenen Jahr bei vielen Anwendern durchgefallen sei. Die Gründe dafür reichen von Performanceproblemen bis hin zu Unzufriedenheit mit der Benutzeroberfläche – konkrete Details werden in diesem Zusammenhang allerdings nicht genannt.
Ausblick: Nächstes Update schon in Sicht
Apple arbeitet unterdessen bereits an den nächsten Schritten. Laut MacRumors steht mit iOS 26.3 das nächste größere Update bereits in den Startlöchern. Doch bereits kurzfristig wird die Version iOS 26.2.1 erwartet, die vermutlich weitere Fehlerbehebungen und Stabilitätsverbesserungen bringen soll.
Ob damit die Kritikpunkte ausgeräumt werden können, bleibt abzuwarten. Fest steht: Apple setzt auf eine kontinuierliche Weiterentwicklung und reagiert sowohl auf Sicherheitsherausforderungen als auch auf den Wettbewerbsdruck durch andere Plattformen. Für Nutzerinnen und Nutzer empfiehlt es sich, Updates zeitnah einzuspielen – und die neuen Funktionen zumindest auszuprobieren. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob iOS 26.2 den Spagat zwischen Innovation und Nutzerfreundlichkeit besser meistert als seine Vorgänger.