Lotto-Millionär gesucht: Drei Großgewinne in Bayern bleiben unbeansprucht

Einmal den richtigen Tipp abgegeben und das eigene Leben schlagartig verändern – davon träumen Woche für Woche Millionen Lottospieler in ganz Deutschland. Für drei Menschen in Bayern ist dieser Traum längst Wirklichkeit geworden, doch die Realität hält eine Überraschung bereit: Ihre Gewinne wurden bislang nicht abgeholt. Einer dieser Gewinner muss sich besonders beeilen. Der Spiel-77-Gewinn in Höhe von rund 1,1 Millionen Euro, eingespielt im August 2022 im Großraum München, droht zum Jahresende zu verfallen. Nur noch bis zum 31. Dezember 2025 kann der glückliche Tipper seinen Gewinn geltend machen. Versäumt er diese Frist, fließt das Geld automatisch in einen Fonds für Sonderauslosungen, wie Lotto-Sprecherin Verena Ober erklärt.

„Das ist ein Spiel-77-Gewinn mit knapp 1,1 Millionen Euro, der nur noch bis zum 31. Dezember 2025 geltend gemacht werden kann. Also verfällt er ab dem 1. Januar, die Zeit wird knapp“, so Ober gegenüber BILD. Die außergewöhnlich lange Wartezeit wirft Fragen auf, denn üblicherweise melden sich Großgewinner rasch nach der Ziehung.

Kurioser Zufall: Zwei Großgewinne am selben Tag im selben Raum

Die Geschichte wird noch bemerkenswerter: Im Zuge der Recherche stießen die Verantwortlichen von Lotto Bayern auf einen weiteren, bisher nicht abgeholten Millionengewinn aus dem Großraum München – ebenfalls an einem 6. August abgegeben, jedoch drei Jahre später, im Jahr 2025. Hier geht es um einen Gewinn im klassischen Lotto 6aus49, bei dem ein Spieler aus Oberbayern mit den richtigen Zahlen 4, 17, 20, 32, 35, 42 und der Superzahl 8 unglaubliche 18 Millionen Euro gewann. Auch dieser Gewinner hat sich bislang nicht gemeldet.

Lotto-Sprecherin Ober bezeichnet den doppelten Millionengewinn am gleichen Kalendertag und im gleichen Raum als „großen Zufall“, der in dieser Form extrem selten sei. Im Gegensatz zum Spiel-77-Gewinn läuft für den 6aus49-Gewinn die Frist noch wesentlich länger: Der Gewinner hat bis Ende 2028 Zeit, seinen Anspruch geltend zu machen, wie T-Online berichtet.

Doch damit nicht genug: Ende November 2025 gewann außerdem ein Tipper aus Oberfranken rund 6,7 Millionen Euro im Eurojackpot. Diese Summe teilt sich der Gewinner mit vier weiteren Lottospielern, von denen zwei aus Schwaben und Mittelfranken ihre Gewinne bereits abgeholt haben. Auch hier fehlt vom Oberfranken jede Spur. Wie im Fall des 6aus49-Gewinners läuft die Frist ebenfalls bis Ende 2028.

Hoffnung auf Überraschung zum Fest – und ein Appell an Lottospieler

Was steckt hinter dieser Zurückhaltung? Lotto-Sprecherin Ober äußert die Vermutung, der Glückspilz aus Oberfranken habe möglicherweise seinen Mehrwochenschein schlicht noch nicht überprüft: „Der Spielauftrag läuft noch bis zum 24. Dezember. Kann gut sein, dass es dann eine große Überraschung gibt.“ Die Hoffnung bleibt, dass zumindest über die Feiertage ein Gewinner die frohe Botschaft entdeckt. Immer wieder passiert es, dass Tipper ihre Quittungen lange aufheben und erst spät realisieren, dass sie zu den wenigen Glücklichen gehören.

Nicht nur in Bayern sorgen liegengebliebene Millionengewinne für Schlagzeilen. Erst kürzlich knackte ein Spieler aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis den Jackpot der Zusatzlotterie Spiel 77 und gewann damit mehr als eine Million Euro – und das bequem per Mausklick mit einem Online-Lottoschein. Die Zahl der Millionengewinne im Süden Deutschlands wächst, wie Schwarzwälder Bote berichtet.

Fazit: Kontrolle kann sich lohnen

Wer in den vergangenen Monaten oder Jahren einen Lottoschein abgegeben hat, sollte jetzt besonders aufmerksam werden. Noch ist Zeit, einen der drei Millionengewinne in Bayern zu beanspruchen – zumindest für zwei der Glückspilze. Die Geschichte zeigt, wie schnell ein märchenhafter Gewinn in Vergessenheit geraten kann. Gleichzeitig erinnert sie daran, wie wichtig es ist, Spielscheine rechtzeitig zu überprüfen. Vielleicht gibt es in den kommenden Tagen doch noch eine späte Bescherung.

Ob sich die gesuchten Millionäre tatsächlich noch melden, bleibt offen. Klar ist aber: In Bayern warten derzeit Rekordsummen – und das Fenster für einen glücklichen Fund wird langsam kleiner.

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