Die Geschichte von Nvidia: Drei Gründer, unterschiedliche Wege
Im Jahr 1993 saßen Jensen Huang, Chris Malachowsky und Curtis Priem in einem Denny’s-Restaurant im Silicon Valley. Bei Kaffee und Pancakes entstand die Idee, Computerchips zu entwickeln, die realistische 3D-Grafiken auf PCs ermöglichen sollten. Dieser Moment markierte die Geburtsstunde von Nvidia. Heute ist das Unternehmen nicht nur Synonym für Grafikprozessoren, sondern auch Motor der Künstlichen Intelligenz und mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 4,6 Billionen Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt.
Jensen Huang, der ehemalige Tellerwäscher bei Denny’s, besitzt durch seinen 3-Prozent-Anteil an Nvidia inzwischen ein Vermögen von rund 157 Milliarden Dollar. Für Curtis Priem hingegen nahm die Geschichte einen anderen Lauf. Priem hielt beim Börsengang 1999 etwa 12,8 Prozent der Nvidia-Anteile. Schon kurz nach dem IPO begann er, seine Anteile zu einem großen Teil an eine Stiftung zu übertragen. 2006 verkaufte er sämtliche Aktien. Inzwischen beläuft sich der Wert dieser veräußerten Anteile laut aktueller Schätzung auf beinahe 600 Milliarden Dollar. „Ich wünschte, ich hätte ein bisschen mehr [Nvidia-Aktien] behalten“, kommentierte Priem retrospektiv. Dennoch betont er, dass die Entscheidung, damals zu verkaufen, aus seiner Sicht vernünftig war, da es sich um „eine übermäßige Menge Geld“ gehandelt hätte.
Heute widmet sich Priem, der sein Ingenieurstudium am Rensselaer Polytechnic Institute absolvierte, vor allem philanthropischen Projekten. Seit 2001 spendete er seiner Alma Mater mehr als 275 Millionen Dollar und ist als Treuhänder aktiv. Die Geschichte von Priem reiht sich ein in eine Serie prominenter Fälle, in denen Mitgründer technologischer Giganten frühzeitig ausstiegen und Milliardensummen verpassten. Weitere Details und Zitate dazu finden sich im Fortune-Artikel.
Innovation bei KI und Gaming: Nvidia investiert in Zukunftstechnologien
Nvidia ruht sich nicht auf dem Erfolg der Vergangenheit aus. Das Unternehmen expandiert gezielt in neue Technologiefelder. Jüngst wurde der israelische KI-Startup Illumex übernommen. Der Kaufpreis wird auf etwa 60 Millionen Dollar geschätzt. Mit diesem Schritt baut Nvidia seine Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz weiter aus und festigt seine Rolle als führender Akteur im globalen Technologiemarkt (CTech).
Gleichzeitig bleibt Nvidia eine der zentralen Adressen für die Gaming-Industrie. Die neueste PC-Version von „Death Stranding 2: On the Beach“ wird die Unterstützung moderner Grafiktechnologien wie NVIDIA DLSS 4 bieten. Dadurch werden Spiele künftig noch realistischer und für verschiedenste Systeme zugänglich (Wccftech).
Außerdem richtet Nvidia sein Augenmerk verstärkt auf offene Software und den Gaming-Sektor unter Linux. Das Unternehmen hat kürzlich Stellenanzeigen für Linux-Entwickler veröffentlicht. Gesucht werden unter anderem Spezialisten für Vulkan-Performance und freie Open-Source-Software (FOSS), die Gaming auf Linux weiter voranbringen sollen. Die Initiative ist Teil einer größer werdenden Bewegung, den Betriebssystem-Markt für Gamer zu diversifizieren und Windows-Alternativen zu stärken (XDA).
Blick nach vorn: Wachstum, Konkurrenz und neue Chancen
Nvidia setzt sich mit kontinuierlich starken Quartalszahlen an die Spitze des KI-Marktes. Dennoch schläft die Konkurrenz nicht: Laut aktuellen Marktanalysen gibt es bereits mehrere KI-Aktien, die 2026 sogar besser performen als Nvidia und Anlegern noch stärkere Wachstumschancen bieten (Nasdaq).
Die Innovationskraft von Nvidia, das Streben nach neuen technologischen Ufern und das Engagement für offene Software prägen den Weg des Unternehmens. Trotz verpasster Chancen einzelner Mitgründer bleibt Nvidia ein Paradebeispiel dafür, wie sich visionäre Ideen und langfristiges Engagement auszahlen können.
Angesichts der schnellen technologischen Entwicklungen und der wachsenden Bedeutung von KI und Gaming dürfte Nvidia auch in den kommenden Jahren eine zentrale Rolle auf dem globalen Technologiemarkt einnehmen. Das Unternehmen ist gut positioniert, um weiterhin Maßstäbe zu setzen — sowohl für Investoren als auch für Technologiebegeisterte weltweit.