Xbox Game Pass Ultimate: Microsoft prüft Mega-Bundle für Abonnenten

Der Xbox Game Pass Ultimate könnte in naher Zukunft eine bedeutende Erweiterung erfahren. Nach übereinstimmenden Berichten prüft Microsoft, ob sich der Premium-Dienst zu einer Art Mega-Bundle weiterentwickeln lässt. Im Gespräch ist vor allem die Integration kostenpflichtiger Zusatzdienste wie World of Warcraft, Fallout 1st und Minecraft Realms direkt in das Ultimate-Abo – alles unter einem Preisschild von 30 US-Dollar monatlich. Bislang werden diese Services separat abgerechnet.

Die Diskussionen kamen auf, nachdem Tom Warren von The Verge und Jez Corden unabhängig voneinander berichteten, dass Microsoft verschiedene Optionen zur Erweiterung des Angebots evaluiert. Während noch keine Entscheidung gefallen ist, wirkt die Idee eines gebündelten Abonnements angesichts der jüngsten Preiserhöhung für den Ultimate-Tarif durchaus plausibel. Wie Digital Trends berichtet, könnte ein solches Modell vor allem für Spieler attraktiv sein, die ohnehin bereits zwei oder mehr dieser Zusatzdienste nutzen. Fallen mehrere Einzelgebühren weg, relativiert sich der höhere Preis für Ultimate sehr schnell.

Neue Ausrichtung nach Führungswechsel

Diese Pläne fallen in eine Phase des Umbruchs bei Microsofts Gaming-Sparte. Phil Spencer, der als Architekt des Game Pass gilt, hat Anfang Februar 2026 nach über 25 Jahren bei Xbox seinen Rücktritt angekündigt. Sein Einfluss auf die Entwicklung von Game Pass, insbesondere den Wandel hin zu einem Abo-Modell für Spiele, war maßgeblich. Unter Spencers Leitung wurde der Dienst 2017 eingeführt und entwickelte sich rasch zum Kernstück der Xbox-Strategie. Zunächst startete der Game Pass mit einem vergleichsweise kleinen Spielekatalog, doch bereits 2018 folgte eine strategische Neuausrichtung: Große Xbox-exklusive Titel standen ab Veröffentlichung ohne Aufpreis im Abo zur Verfügung. Damit veränderte sich die Rechenweise für viele Spieler grundlegend.

Seitdem wurde das Angebot kontinuierlich ausgebaut, auch durch die Integration von Spielen von Drittanbietern sowie die Einführung zusätzlicher Abo-Stufen. Im Sommer 2024 erfolgte eine umfassende Umstrukturierung: Der Game Pass wurde auf insgesamt fünf Tarife ausgedehnt, wobei die Veröffentlichung von First-Party-Spielen ab Tag eins ausschließlich dem Ultimate-Tarif vorbehalten blieb. Gleichzeitig stieg der Preis für das Premium-Abo – zuletzt auf 30 Dollar monatlich. Diese Entwicklung sorgte für Diskussionen und eine Welle von Kündigungsankündigungen nach Veröffentlichung der neuen Preise. Trotz Kritik hält Microsoft am Ausbau fest, um das Angebot attraktiver zu gestalten. Weitere Hintergrundinformationen bietet Polygon.

Spieleangebot und mögliche Auswirkungen

Der Wert des Game Pass Ultimate hängt für viele Nutzer nicht allein von den Spielen ab, sondern zunehmend von den gebotenen Zusatzdiensten. Besonders für Spieler, die bereits aktiv World of Warcraft, Fallout 76 oder Minecraft spielen und dafür monatliche Beiträge entrichten, könnte sich ein umfassendes Ultimate-Bundle rechnen. Wie Digital Trends zusammenfasst, würde die Bündelung verschiedener Abos unter einem Dach nicht nur den Verwaltungsaufwand für Nutzer verringern, sondern auch Microsofts Strategie unterstützen, möglichst viele Gaming-Services im eigenen Kosmos zu vereinen.

Das Spieleangebot selbst bleibt trotz aller Diskussionen weiterhin ein zentraler Bestandteil. Auch 2026 sind acht Spiele am Veröffentlichungstag in Game Pass Ultimate erschienen, wobei die Qualität der Titel – laut einer aktuellen Übersicht – durchaus durchwachsen ausfällt (ComicBook.com). Dennoch setzt Microsoft offenbar darauf, mit attraktiven Zusatzleistungen und Premium-Spielen das Angebot zu stärken und so neue sowie bestehende Kunden zu binden.

Fazit und Ausblick

Noch ist unklar, ob Microsoft das Mega-Bundle tatsächlich umsetzt. Die Gespräche befinden sich laut Insidern in einem frühen Stadium. Sollte es dazu kommen, wäre dies ein logischer Schritt auf dem Weg, das Game Pass Ultimate-Abo für Vielspieler und Gaming-Fans noch attraktiver zu machen. Angesichts der zahlreichen Übernahmen – darunter auch Activision Blizzard und Bethesda – besitzt Microsoft inzwischen die Kontrolle über viele der relevanten Premium-Dienste, die sich zu einem Gesamtpaket schnüren lassen könnten.

Für Abonnenten des Ultimate-Tarifs bleibt die Entwicklung spannend. Wer ohnehin mehrere kostenpflichtige Zusatzdienste nutzt, könnte in Zukunft Geld sparen und von einer vereinfachten Verwaltung profitieren. Gleichzeitig muss Microsoft darauf achten, das Angebot weiterhin mit hochwertigen Spielen zu füllen, um das Interesse auch bei steigenden Preisen hochzuhalten. Wie sich der Game Pass Ultimate in den kommenden Monaten entwickelt, dürfte entscheidend für die Zukunft des gesamten Xbox-Ökosystems sein.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Scroll to Top